Wald- & Wasserwelten


Eichenwälder schützen und gleichzeitig nutzen – kann das funktionieren?

Übung im Marteloskop Jägerhäuschen

Die Natura2000 Schutzgebiete in den Villewäldern dienen der Erhaltung der europaweit geschützten Eichenmischwälder sowie ihrer Specht- und Fledermausarten.  Gleichzeitig handelt es sich auch um Wirtschaftswälder, in denen der nachwachsende Rohstoff Holz gewonnen wird. Um die Balance zwischen Naturschutz und Holzproduktion zu erhalten, benötigen die Waldbewirtschafter Informationen, Training und viel Erfahrung.

 

Das Marteloskop hilft

Übung im Marteloskop Jägerhäuschen

Dabei hilft ab sofort im Natura2000 Gebiet „Kottenforst“  ein Marteloskop. Dies ist eine Demonstrations- und Übungsfläche, die vom Regionalforstamt Rhein-Sieg-Erft und dem LIFE+ Projekt in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Forstinstitut eingerichtet wurde. Hier können Förster, Naturschützer und weitere Interessierte üben, wie Naturschutzaspekte in die Bewirtschaftung unserer Eichenwälder integriert werden können.

 

Die erste Übung war erfolgreich

diskussion am Marteloskop Jägerhäuschen

Am 12. Und 13. November fand die erste Übung in dem Marteloskop statt. Daran haben sich dreißig Förster und Naturschützer beteiligt. Es gab viele spannende Diskussionen und die Erkenntnis, dass sich Holznutzung und Lebensraumschutz keineswegs ausschließen müssen.

 

 

Ein Marteloskop - was ist das?

Einführung in die Erfassung des Marteloskops Jägerhäuschen

Das Marteloskop Jägerhäuschen ist eine 100 x 100 Meter große Waldfläche. Hier wurde jeder Baum inventarisiert sowie sein ökonomischer und ökologischer Wert ermittelt. Die Teilnehmer der Übung können nun virtuelle Auszeichnungsübungen unter realen Bedingungen durchführen. Dank einer speziellen Software auf mobilen Endgeräten werden die ökologischen und ökonomischen Auswirkungen direkt dargestellt. Die Teilnehmer können die Konsequenzen ihrer waldbaulichen Entscheidungen direkt vor Ort diskutieren. 

Die Marteloskope sind das Kernstück des europaweiten Integrate+ Netzwerks, welches aktuell vierzig Demonstrationsflächen in zwölf europäischen Ländern umfasst. Das „integrate+“ Projekt wird vom Europäischen Forstinstitut durchgeführt und durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft finanziert.

Details über das Marteloskop Jägerhäuschen finden sich hier.

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