Wald- & Wasserwelten


Schmetterlinge satt auf bunten Wiesen und in lichten Wäldern

Kleiner Eisvogel auf der Stromtrasse bei Volmershoven

Auf den blütenreichen Waldwiesen und an den Wegrainen mitten in den Villewäldern sind in diesem Jahr viele und unterschiedliche Tagfalter zu beobachten.

 

Kurzschwänziger Bläuling im Kottenforst

Besonders auffällig sind hierbei Falter aus der Familie der Bläulinge, wie etwa der Kurzschwänzige Bläuling (Cupido agiales) oder der Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus), die bevorzugt den Gewöhnlichen Hornklee (Lotus corniculatus) und den Sumpf-Hornklee (Lotus pedunculatus) aufsuchen, um dort ihre Eier abzulegen. Beide Hornklee-Arten sind Charakterarten der Offenlandlebensräume, die durch das LIFE+-Projekt gefördert werden.

 

Raupe des Schwalbenschwanzes

Neben den kleinen und filigranen Bläulingen finden sich aber auch größere Schmetterlingsarten wie etwa der Schwalbenschwanz (Papilio machaon), der seine Eier vornehmlich an Doldengewächsen wie der Wilden Möhre (Daucus carota) aber auch der Kümmel-Silge (Selinum carvifolia) ablegt. Die farbenprächtige, geringelte Raupe ist ein echter Hingucker.

 

Widderchen an einer Witwenblume

Auf den großen, offenen Wiesen wie der Stromtrasse bei Volmershoven, finden sich bisweilen auch tagaktive Nachtfalter, wie die Widderchen (Zygaena spec.) Wie die beiden vorgestellten Bläulingsarten bevorzugen Widderchen, die auch unter dem Namen Blutströpfchen bekannt sind, den Hornklee sowohl als Futterpflanze für die Raupen als auch als Nektarpflanze.

 

Spanische Flagge auf der Stromtrasse bei Volmershoven

Die Spanische Flagge (Euplagia quadripunctaria) ist ebenfalls ein tagaktiver Nachtfalter, der über die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie europaweit geschützt wird.  Er saugt gerne an den Blüten des Wasserdostes (Eupatorium cannabinum), der an den Waldsäumen im Kottenforst und in der Ville wächst.

 

Grosser Schillerfalter auf einem Waldweg im Kottenforst

Spektakulär ist einer der farbenprächtigsten und größten einheimischen Tagfalter, der Große Schillerfalter (Apatura iris). Er ist besonders in den Monaten Juni und Juli auf den sonnigen Waldwegen zu beobachten, wo er an Pferdeäpfeln oder auch an Aas saugt. Zur Paarung finden sich Männchen und Weibchen zum „Treetopping“ in den Wipfeln von Eichen ein. Gerade die  Mittelwälder, die im Rahmen des LIFE+-Projektes wiederhergestellt werden, fördern die  Ausbreitung der Art und seines kleinen Verwandten, dem Kleinen Eisvogel (Limenitis camilla).

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