Wald- & Wasserwelten


Heuschreckenkartierer unterwegs

Grünfrosch

 

Nicht nur an den warmen Temperaturen ist es zu spüren, sondern auch das Zirpen der Heuschrecken lässt es erkennen – der Hochsommer ist da! Aus den Heuschreckenlarven haben sich in den warmen Tagen erwachsene Heuschrecken entwickelt. Nun sind die Kartiererinnen und Kartierer des LIFE+ Projektes unterwegs, um auf den Waldwiesen der Villewälder nach Heuschrecken zu suchen.

 

Heuschrecken – ein Zeiger für Lebensraumqualität

Heuschrecke sitzt im GrasIm Rahmen des LIFE+ Projektes werden in den Villewäldern artenreiche Waldwiesen wiederhergestellt. Vielfältige, bunte und blütenreiche Wiesenflächen bilden Nahrungs- und Lebensraum für viele spezialisierte Insekten, wie Heuschrecken, Schmetterlinge oder Wildbienen. Heuschrecken können auf Grund ihrer engen Bindung an Vegetation und Vegetationsstrukturen als Zeiger für die Qualität von Lebensräumen dienen. Dabei ist neben der Anzahl der Tiere auch die Artenzusammensetzung von Bedeutung – einige Heuschreckenarten sind wahre Spezialisten und bevorzugen beispielsweise sehr feuchte oder sehr trockene bzw. sehr kurzrasige oder hochwüchsige Wiesen.

Die Waldwiesen werden in diesem Jahr auf ihre Artenzusammensetzung untersucht. Im Jahr 2018 wird die Erfassung wiederholt. Anhand der Veränderung der Artenzusammensetzung und ihrer Häufigkeit kann dann bewertet werden, ob die Insekten von den Projektmaßnahmen profitieren. Wir nehmen an, dass spezialisierte Arten einwandern und häufiger vorkommen werden als im Ausgangsjahr 2015.

 

Heuschreckenkartierung – wie geht denn das?

Blütenreiche GlatthaferwieseDie Heuschrecken werden mit dem Streifnetzkescher erfasst. Dabei werden die Waldwiesen drei- bis viermal im Jahresverlauf auf 50 Meter langen und stets gleichen Wegen jeweils für eine halbe Stunde begangen und dabei die Heuschrecken mit einem Kescher abgefangen, bestimmt und gezählt. Weiterhin werden die Heuschrecken akustisch erfasst, das heißt man lauscht dem Zirpen der Schrecken. Erfahrene Heuschreckenerfasser können die verschiedenen Heuschreckenarten anhand der Tonhöhe und dem Rhythmus des Zirpens unterscheiden.

Versuchen Sie doch auch einmal in ihrem Garten oder auf einer Wiese die Heuschrecken aufzuspüren – sicher hören auch Sie sehr bald, dass sich ihr Zirpen unterscheidet.

 

Umweltministerium NRW LogoLIFE LogoNatura 2000 LogoBiostation Bonn Rhein-Erft LogoWald und Holz NRW Logo