Wald- & Wasserwelten


Junge Eichen von Bonn bis Düsseldorf

Pflanzung der Stieleiche in Wuchshüllen im Kottenforst.

Die Pflanzsaison in den Villewäldern geht langsam zu Ende. Seit Anfang Dezember wurden im Rahmen des LIFE+ Projektes 40.000 junge Eichen in Mischung mit 20.000 kleinen Hainbuchen oder Winterlinden gepflanzt. Hätte man alle jungen Bäumchen hintereinander gepflanzt, so würde dies immerhin einer Strecke von 60 km entsprechen. Nun stehen sie auf einer Fläche von 40 Hektar in Reihen oder kleinen Gruppen.

Auf den Pflanzflächen wuchsen bisher Reinbestände aus nichtheimischen Nadelhölzern, die durch Windwürfe oder Borkenkäferbefall bereits vorgeschädigt waren. Jetzt werden sich hier neue Laubmischwälder entwickeln, um die europaweit geschützten Eichen-Hainbuchenwälder der Villewälder zu vernetzen und zu erweitern.

Viele junge Eichen sind durch Wuchshüllen geschützt. Sicher sind die weißlichen Röhren kein schöner Anblick im Wald, doch sie erfüllen wichtige Funktionen. Sie schützen die frisch gepfl anzten Eichen vor Brombeere und Adlerfarn, die im Herbst die Jungbäume niederdrücken würden. Der Verbiss durch Hasen, Dam- und Rehwild wird verhindert. Auch wirken sie wie kleine Gewächshäuser, in denen die Baumentwicklung gefördert wird. Natürlich werden die Wuchshüllen wieder entfernt, sobald die jungen Eichen eine ausreichende Höhe erreicht haben.

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