• Slide 1Eichenwald im Winter
  • Slide 2Eichenblätter im Einter
  • Slide 3Mittelspecht (Marco König)
  • Slide 4Pilz im Kottenforst
  • Slide 5Feuersalamander im Kottenforst
  • Slide 6Winterwald (Uwe Schölmerich)
  • Slide 7Hirschweiher im Winter
  • Slide 8Lichtfang im Kottenforst

Ein LIFE+ Projekt für Kottenforst und Ville

Uralte Eichenwälder, verwunschene Weiher, am Tag das Hämmern der Spechte, nachts die Schatten der Fledermäuse – eine einzigartige Landschaft und ein Teil des europäischen Naturerbes.


Totholzdynamik in Naturwaldzellen

Ansprechpartner: K. Striepen

Ein zentrales Element des LIFE+ Projektes ist die Entwicklung eines Biotopholzkonzeptes für die bewirtschafteten Wälder des FFH-Lebensraumtyps "wechselfeuchter Sternmieren-Stieleichen-Hainbuchenwald" der Projektkulisse. Als Referenzflächen dienen die Naturwaldzellen "Oberm Jägerkreuz" und "Probstforst", die bereits seit mehreren Jahrzehnten nicht mehr genutzt werden.

In den nordrhein-westfälischen Naturwaldzellen werden die Entwicklungsabläufe von ungestörten, naturnahen Waldökosystemen wissenschaftlich beobachtet, um daraus wesentliche Erkenntnisse für eine naturnahe, ökosystemgerechte Behandlung, Pflege und Nutzung unserer Wirtschaftswälder abzuleiten. Das Herzstück ist die Erfassung des lebenden und toten Baumbestandes auf dauerhaft eingerichteten ein bis zwei Hektar großen Kernflächen. Hier werden in 10-jährigem Rhythmus einzelbaumweise ausgewählte Parameter aufgenommen, um Veränderungen der Einzelbäume - und damit Entwicklungsabläufe des Waldgefüges - über lange Zeiträume hinweg zu dokumentieren.

m Rahmen einer Examensarbeit soll die Totholzdynamik in den beiden Eichen-Hainbuchenwäldern im Kottenforst auf Grundlage der vorhandenen Datensätze analysiert werden. Es ist das Ziel, die Totholzentwicklung nach Beendigung der forstlichen Nutzung in Abhängigkeit von Baumart, Baumalter und Zersetzungsverlauf darzustellen. Die Arbeit wird in Zusammenarbeit mit dem Lehr- und Versuchsforstamt Arnsberger Wald (Uta Schulte) durchgeführt.

Biotopholzkartierung in Naturwaldzellen

Ansprechpartner: K. Striepen

Im Rahmen des LIFE+ Projektes erfolgt eine flächendeckende Erfassung des Biotopholzes in den Eichen- und Buchenwäldern mit einem Alter über 100 Jahren in den vier FFH-Gebieten der Projektkulisse. Als Referenzflächen für die bewirtschafteten Waldbestände dienen die Naturwaldzellen im Projektgebiet, die bereits seit mehreren Jahrzehnten nicht mehr bewirtschaftet werden. Mit Hilfe der Examensarbeiten soll eine Erfassung und Bewertung des Biotopholzes in jeweils einer von drei Naturwaldzelle durchgeführt werden. Dabei kommt ein Kartierungsverfahren zur Anwendung, das von der Biologischen Station Bonn/Rhein-Erft entwickelt wurde und nun an die Erfordernisse des LIFE+ Projektes angepasst wurde.

Untersuchung von Habitatpräferenzen von Waldfledermäusen durch Telemetrie im Kottenforst und in der Ville bei Bonn

Ansprechpartnerin: K. Jungmann

Im Rahmen des Life+ Projektes wird eine Zustandsanalyse der Fledermausarten und ihrer Lebensräume im Projektgebiet durchgeführt. Dabei werden 10 Fledermäuse mit Telemetriesendern versehen und ihre Quartiere gesucht. Anhand der gewonnenen Daten werden die im Rahmen des Life+ Projektes durchgeführten Entwicklungsmaßnahmen in Bezug auf die waldbewohnenden Fledermausarten optimiert. Im Rahmen von Abschlussarbeiten soll die Raumnutzung einzelner Tiere durch Telemetrie (Kreuzpeilung) detaillierter untersucht werden (mehrere Tiere über mindestens drei Nächte im Zeitraum Mitte Juni/Anfang Juli 2015).

Voraussetzungen:

  • PKW und Führerschein (unbedingt notwendig)
  • Bereitschaft zur Nachtarbeit
  • Zeitliche Flexibilität
  • Eigenverantwortliches selbstständiges Arbeiten
  • Bearbeitungszeitraum Juni/Juli (Einarbeitung an einzelnen Tagen auch schon früher möglich – Begleitung von Netzfängen etc.)
  • Universitäre Begleitung des Themas

Was bietet das LIFE+ Projekt (Kooperation mit BAFF und Gutachterbüro):

  • Finanzierung der Sender, der Besenderung der Tiere und Quartiersuche
  • Zusammenarbeit mit erfahrenen Biologen im Gelände
  • Einarbeitung in die Methode der Telemetrie

Telemetrieausrüstung (Antenne, Receiver) stehen im begrenzten Umfang zur Verfügung. Idealerweise wäre die Bereitstellung einer Ausrüstung der Universität/betreuenden Instituts des Abschlusskandidaten. Eine finanzielle Unterstützung (Unterkunft etc.) ist im Rahmen des Projektes nicht möglich.

Entwicklung von Flora und Fauna nach mittelwaldartiger Durchforstung von Eichen-Hainbuchenwäldern

Ansprechpartner: K. Striepen

Die Mittelwaldwirtschaft war bis in das 19. Jahrhundert die dominierende Form der Waldbewirtschaftung im Projektgebiet und begründet den Struktur- und Artenreichtum der Eichen-Hainbuchenwälder. Im Rahmen des LIFE+ Projektes ist ab Herbst 2015 eine Wiederaufnahme dieser traditionellen Waldnutzungsform in ausgewählten Waldbeständen geplant. In den Examensarbeiten sollen die Auswirkungen der mittelwaldartiger Durchforstung auf Flora und Fauna erfasst sowie bewertet werden. 

Das Projekt im zeitlichen Überblick

Das LIFE+ Projekt dauert über fünf Jahre von Juli 2014 bis Juni 2019. Die vielfältigen Maßnahmen bedürfen einer genauen Organisation und Planung.

 

 

  •  

    2014
    Das Projekt beginnt

    Im ersten Projekthalbjahr stand die Projektorganisation im Mittelpunkt.

    • Kick off-Seminar
    • Eröffungsveranstaltung
  •  

    2015
    Das Jahr der Voruntersuchungen

    Zur Vorbereitung der praktischen Naturschutzmaßnahmen werden Fachgutachten erstellt:

    • Zustandsanalyse der Fledermausarten
    • Zustandsanalyse der Spechtarten
    • Zustandsanalyse der Amphibienarten
    • Erstellung eines Wasserrückhaltekonzepts
    • Erfassung des Biotopholzes

 

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